Das Fazit zum Ende
Die zweijährige Amtszeit des Jugendbeirates für Eschborn und Niederhöchstadt ist zu Ende. Zum Abschluss tagten die Jugendlichen im Erlebnishaus und zogen ein positives Resümee. Lob gab es auch vom Ersten Stadtrat: Er dankte dem Beitrat für das Engagement und hob vor allem den Einsatz für einen Streetworker hervor.
Es war die sechste öffentliche Sitzung in der zu Ende gehenden Wahlperiode - doch getroffen haben sich die Jugendliche im Alter zwischen 14 und 21 Jahren in den vergangenen 24 Monaten rund 30 Mal. Zahlreiche interne Sitzungen und viele E-Mails sowie Telefonate investierten die Mitglieder des Jugendbeirates, resümierten diese an diesem Montag anlässlich der letzten Sitzung. Nach dem Sommer konstituiert sich ein neuer Jugendbeirat, nachdem die Heinrich-von-Kleist-Schule, die Kirchengemeinden und weitere Einrichtungen ihre Vertreter benannt haben.
Nach einem schleppenden Anfang der Periode demonstrierte der Jugendbeirat in den letzten Wochen Geschlossenheit und trat an diesem Montag - fast komplett - im "Jugendbeirat"-Dress auf. Die Mitglieder zogen vor allem Bilanz: Nach einem langen Hin-und-her sieht sich der Beirat mit seinem Anliegen nach einem Streetworker nun kurz vor dem Ziel.
Erster Stadtrat Mathias Geiger bestätigte den Jugendlichen, dass, gemeinsam mit den Nachbargemeinden, nun ein Projekt in Angriff genommen wird, das zunächst zwei halbe Stellen á 20 Stunden / Woche vorsieht. Der Jugendbeirat setzt sich seit 2006 hierfür ein, stieß aber immer wieder auf Widerstände im Rathaus, wie die Mitglieder beklagen.
Allgemein wünscht sich der Jugendbeirat mehr Akzeptanz. Anträge sollten vom Fachbereich 4 (Jugend) schneller bearbeitet und vor allem korrekt beantwortet werden. Nach zahlreichen Medienberichten Anfang des Jahres und mehreren Gesprächen mit dem Ersten Stadtrat seien hier zuletzt aber bereits Verbesserungen erzielt worden.
Der Erste Stadtrat nahm dies zum Anlass und bedankte sich bei den Jugendlichen für ihr Engagement in den vergangenen beiden Jahren. Trotz einiger Stolpersteine sei die Arbeit doch immer konstruktiv verlaufen. Er lobte vor allem den Beirat dafür, dass er trotz der langen Zeit stets am Thema Streetworker festhielt und so am Ende einen Erfolg verbuchen konnte. Die Leiterin des Jugendbeirates, Doris Fritsch, dankte dem Ersten Stadtrat dafür, er habe trotz der Probleme stets für ein offenes Gespräch zur Verfügung gestanden.
Neben den öffentlichen Sitzungen, bei denen Mathias Geiger meistens anwesend war, lud der Beirat den Ersten Stadtrat sowie Bürgermeister Speckhardt zu internen Sitzungen ein, sodass viele Unstimmigkeiten schnell geklärt werden konnten.
Für die neue Amtsperiode sollen, so der Wunsch von Frau Fritsch und Herrn Geiger, die Themen "Kommunikation" und "Ansprechpartner im Rathaus" gleich am Anfang geklärt werden, damit sich der neue Jugendbeirat schnell an die inhaltliche Arbeit machen kann.
Hierzu gaben die Mitglieder, von denen einige altersbedingt aufhören, andere weitermachen, den "Neuen" auf den Weg, sich zukünftig nicht an einem Thema fest zu beißen, sondern offensiv für ein starkes Gremium zu arbeiten.Im Rahmen der letzten Sitzung wurde außerdem über ein Gespräch mit der örtlichen Polizei zum Thema Jugendkriminalität berichtet, über die letzte Sitzung des "Ausschusses für Jugend, Soziales und Sport" (AJSS) sowie über ein Konzert von Jugendlichen im Rahmen der Summertime.
Dazu merkte der Jugendbeirat an, er wünsche sich von der Stadt mehr Engagement in der Organisation des Konzertes. Dies kam auf Initiative der Eschborner Nachwuchsband "Deuce" zustande, könne vom Jugendbeirat organisatorisch aber nicht gestemmt werden. Für Genehmigungen sowie alle finanziellen und rechtlichen Klärungen sei alleine die Stadt zuständig.
Der Jugendbeirat befürwortet ein solches Konzert, das im August an der HvK stattfinden soll, und hat vorab zahlreiche Gespräche mit der Band "Deuce" geführt, damit die Veranstaltung stattfinden kann.
